Heine GmbH als Titelthema im IHK Wirtschaftsmagazin 11/2018

IHK Wirktschaft Magazin 11/2018 Titelstory

Heine GmbH als Titelthema im IHK Wirtschaftsmagazin 11/2018

Heine Logistik und Produktions GmbH im Wachstumsprozess

GEHT NICHT, GIBT’S NICHT!


Große Konzerne und Agenturen als Kunden zu gewinnen, davon träumen viele Mittelständler. Unternehmer Jens Heine aus Leipzig ist genau das gelungen – mit einem starken Team, moderner Technologie und passgenauer Förderung durch die IHK. 
Ein Beitrag von Anne Schwerin mit Bildern von Jana Göcke.

 

IHK Wirktschaft Magazin 11/2018 Titelstory„Noch vor wenigen Jahren hätten wir so einen Auftrag gar nicht annehmen können“, berichtet Jens Heine erleichtert, aber auch ein wenig stolz. Aufregende
Tage liegen hinter ihm und seinem 18 Mann starken Team. Innerhalb von nur drei Wochen haben die Leipziger erfolgreich einen ihrer bisher größten Aufträge gestemmt.Für einen namhaften deutschen Baumarkt galt es, innovative Präsentationsstände rund um das Thema Smart Home zu produzieren und zu montieren – und zwar nicht nur für einen Standort, sondern gleich für über hundert. Allein 1 000 Quadratmeter Holz waren dafür nötig. Das Gesamt-Auftragsvolumen betrug eine Dreiviertelmillion Euro.

 

Alles unter einem Dach

 

Dass der erst fünf Jahre alte mittelständische Betrieb so etwas leisten kann, liegt auch daran, dass Jens Heine ein Mann ist, der gern eigene Wege geht. „Ihr müsst euch spezialisieren!“, haben ihm viele Freunde und Geschäftspartner zu Anfang noch empfohlen. Heine hat genau das Gegenteil getan.  Und der Erfolg gibt ihm Recht. Von einem reinen Montage-Dienstleister ist seine GmbH zu einem echten Produktions- und Logistik-Experten mit verschiedenen Sparten gereift. Holz, Schichtstoff- oder Metallverarbeitung – hier passiert alles unter einem Dach. Das Praktische daran: Die Firma Heine Logistik und Produktions GmbH ist kaum noch auf andere Dienstleister angewiesen. Projekte in den Bereichen Bau, Schaufensterdekoration und Event werden von der Planung über die Umsetzung bis hin zum Versand in alle Welt von den eigenen Mitarbeitern betreut. Wenn es ganz eng wird, arbeiten diese auch mal im Zweischichtterstützung durch seinen Sohn und seine Lebensgefährtin. „Hier schaut keiner auf die Uhr. Wir sind die sogenannte Feuerwehr und schaffen unsere Ziele“, erklärt Heine mit Augenzwinkern. So kommen Produktions- und Lieferzeiten zustande, von denen andere Mittelständler tatsächlich nur träumen können.

 

Holz, Metall, HI-MACS, Acryl, Folie, Carwrapping, Lichttechnik

 

Beratung zu Investitionsförderungen durch IHK

Dennoch musste der Unternehmer auf seinem persönlichen Weg zum Erfolg einige schwierige Herausforderungen meistern. Um im internationalen Wettbewerb überhaupt zu bestehen, waren große Investitionen nötig. Bis 2016 hat Heine diese komplett aus eigener Tasche bezahlt. Das änderte sich, nachdem er erstmals Besuch von der IHK bekam: „Herr Sablottny von der Industrie- und Handelskammer bot mir einen Beratungstermin an. Ich dachte, na gut, anhören kann man sich das ja mal!“ Bei Worten allein sollte es allerdings nicht bleiben. Der erfahrene IHK-Mitarbeiter gab Heine den entscheidenden Rat: „Lassen Sie sich Ihre Investitionen fördern!“

 

Jens Heine hat sein Unternehmen stetig und erfolgreich weiterentwickelt.

Mithilfe eines Experten bewältigte Heine 2016 die bürokratischen Hürden und stellte seinen ersten Förderantrag bei der Sächsischen AufbauBank (SAB). Weil alles so gut funktionierte, folgte 2017 gleich der nächste Antrag. Das Unternehmen konnte dadurch neue Maschinen kaufen, vier Mitarbeiter einstellen und sowohl Qualität als auch Tempo deutlich steigern. Gleichzeitig sparte die GmbH Kosten im sechsstelligen Bereich. „Geld, das wir wiederum in unser Wachstum investieren können“, freut sich Jens Heine.

 

„Ohne die IHK würden wir nicht dort stehen, wo wir heute sind.“

 

Unternehmen sollten sich stärker damit beschäftigen, was die IHK ihnen eigentlich an Unterstützungsleistungen zu bieten hat, davon ist der Firmenchef überzeugt. „Die IHK unterstützt mich bei den verschiedensten Anliegen, und sei es nur, um Arbeitsverträge zu kontrollieren. Ich kann mich an Herrn Sablottny wenden und er für die Zukunft zu machen, möchte der Unternehmer auch beim Thema Ausbildung und Fachkräfte noch stärker mit der IHK zusammenarbeiten. „Aktuell beschäftigt mich meine Nachfolge sehr“, berichtet Heine nachdenklich. „Deshalb bilde ich meinen Sohn Robert aus und schicke ihn zu Fortbildungen.“ Die Chancen, dass Robert Heine die Erfolgsgeschichte des Familienunternehmens fortführen wird, stehen dabei bestens. Die Auftragsbücher sind voll. Die sächsische Wirtschaft boomt. Und die Schnelligkeit, Flexibilität sowie das Engagement von Heine und Sohn haben sich längst herumgesprochen. „Wenn unsere Kunden anrufen, wollen sie Lösungen und keine Probleme“, erklärt Jens Heine abschließend. „Und unsere Lösung heißt: Umsetzen!“

Anne Schwerin

 

Abstimmung, Qualitätskontrolle, Absprache
Jens Heine (li.) stimmt sich im Team zu allen relevanten Themen ab.

 

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